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AHB in Bad Liebenwerda

Ich habe durch meine vorherigen OPs schon einige Erfahrungen im Bereich der Rehabilitation gesammelt. Leider kam mir dabei der für mich so wichtige Part der rheumatologischen Betreuung eher zu kurz. Diesmal wollte ich nichts dem Zufall überlassen und informierte mich ausführlich. Einige Kliniken standen zur Auswahl, doch meine Entscheidung fiel letztendlich auf Bad Liebenwerda. Eine Entscheidung die ich auf keinen Fall bereuen sollte. OK, während der ersten zwei Tage („Eingewöhnungsphase“) hatte ich so ziemlich die Nase voll, neue Umgebung, neue Leute und jeder wollte was. Doch als mir klar wurde, dass die Leute hier Ihr bestes geben, wurde auch mein Ehrgeiz wieder geweckt. Bad Liebenwerda ist im Grunde vom strukturellen Aufbau wie jede andere Rehaeinrichtung, doch die Professionalität jedes einzelnen Bereiches stellt für mich das Besondere dar. Da meine OP-Wunde noch nicht vollständig verheilt war hatte ich eine intensive Krankengymnastik 2x täglich im Programm. Die Übungen die ich dort erlernt habe, waren für mich Neuland und an Effektivität kaum zu überbieten. Die Fortschritte waren stetig. Des Weiteren hatte meine Physiotherapeutin die Gabe mir die Angst vor einigen Übungen zu nehmen, so dass wir unser Trainingsprogramm optimal durchführen konnten. Neben einer intensiven Physiotherapie spielte die Ergotherapie eine weitere wichtige Rolle. Schultern und Hände bildeten hier den Hauptschwerpunkt. Durch gezielte Übungen konnte die Muskelkraft und die damit verbundene Beweglichkeit verbessert werden. Des Weiteren erfolgte eine Beratung für einen auf meine Behinderung angepassten Arbeitsplatz. Eine kompetente Rheumatologin stand während des gesamten Aufenthaltes jederzeit zur Verfügung und erörtertete in verschiedenen Vorträgen Schwerpunktthemen der rheumatoiden Arthritis. Letztendlich muss die Küche dieser Einrichtung noch lobend erwähnt werden. Sie war sehr abwechslungsreich und es gab kein Tag wo es nicht geschmeckt hat. Die Diätassistenten boten darüber hinaus noch spezielle Kochkurse an, welche vielseitige Rezepte beinhalteten. Die Sozialarbeiterin des Hauses konnte mir in einigen Rechtsfragen weiterhelfen. Nicht zuletzt möchte ich noch meine zwei Tischnachbarinnen Manuela und Renate erwähnen, welche mir den Aufenthalt zusätzlich bereicherten. Gemeinsam nahmen wir an einigen Freizeitangeboten teil. *Fettgrins* beim Minigolf hatten sie zwar das Nachsehen, sie mögen es mir verzeihen, aber eine Neuauflage ist in Sicht.

Autorin: Nadine Dietze / veröffentlicht am 18.09.2008



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