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 | Freunde und echte Freunde |
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Vorwort
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Liebe Leser/innen,
ich habe einen Bericht zum Literaturwettbewerb des Amtsgerichts Leipzig zum Thema "Freundschaft" geschickt. Mein Bericht heißt "Freunde und echte Freunde" und beschäftigt sich mit der Veränderung der Freundschaft mit Rheuma. Ich hab den Bericht abgeschickt und lange nichts gehört, bis meine Direktorin sagte ich bin zur Preisverleihung eingeladen und ich hab für den Bericht den 3.Platz der 9. und 10. Klassen bekommen. Ich hab mich sehr darüber gefreut. Eure Sandra
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Habe ich echte Freunde, die mir durch dick und dünn gehen und bei jedem Problem zu hören und helfen, es zu lösen? Diese Fragen hat sich bestimmt schon jeder mal gestellt. Natürlich habe ich auch solche Erfahrungen gemacht. Diese Erfahrungen waren positiv, aber auch negativ. Ich hatte viele Freunde, aus der Schule und aus meinem Hockeyverein. Ich bin mit meinen Freunden ins Kino, Eislaufen gegangen, also, was jeder Teennager so macht. Aber das änderte sich, als ich mit 15 Jahren aus dem Urlaub kam. Ich hatte starke Gelenkschmerzen. Nach Arztbesuchen hieß die Diagnose: Rheuma! Das war ein Schock für mich, für meine Freunde, meine Schwester und meinen Eltern. Mit Rheuma konnte ich nicht so spontan sein und vor allem keinen Sport mehr machen. Viele Freunde konnten sich nicht darauf einstellen, kamen damit nicht zurecht oder waren überfordert. Für meine Schwester war es mit am schlimmsten. Ich musste mit Hockey aufhören und sie durfte weiterspielen. Das hat sie total fertig gemacht, aber sie verstand und versteht mich auch heute noch am besten, weil sie mich Tag und Nacht sieht. Sie sieht, das ich nicht simuliere, sondern dass ich wirklich Schmerzen habe. Ich hab in der Anfangszeit viel über meine Krankheit und deren Probleme gesprochen, weil ich selber damit fertig werden musste. Damit sind die meisten nicht zurecht gekommen. Die Übriggeblieben, dazu gehören auch meine Schwester und andere „Rheumabetroffene“, haben immer bei Problemen zugehört, haben mich im Krankenhaus angerufen, besucht oder bringen die Hausaufgaben. Die paar Freunde kann ich an einer Hand abzählen, aber ich kann sagen, das sind meine echten Freunde und ich kann mich immer auf sie verlassen. Deshalb ist mein Fazit: Es ist meistens ein langer Weg, bis man seine echten Freunde findet, aber man sollte nie aufgeben. Kranken und (oder) schwerbehinderten Menschen, so wie ich, gebe ich einen Tipp: Sucht euch Gleichgesinnte, die gleiche Problem haben wie ihr. Es tut gut mit Jugendlichen zu reden, die in den gleichen Situationen sind. Also gebt nie auf, egal was kommt!
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"Junge Rheumatiker" in der Dt. Rheuma-Liga LV Sachsen-Anhalt e.V. copyright © 2007-2010
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AHB in Bad Liebenwerda
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Druckbare Version
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